Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #40: Dinge, die du aussortieren darfst.

Dinge, die dir ein schlechtes Gewissen machen, darfst du ruhig aussortieren. Du brauchst dafür natürlich auch nicht meine „Erlaubnis“, aber vielleicht hilft dir dieser kleine Gedankenanstoß am Anfang.

Dinge, die dir ein schlechtes Gewissen machen, darfst du ruhig aussortieren. Du brauchst dafür natürlich auch nicht meine „Erlaubnis“, aber vielleicht hilft dir dieser kleine Gedankenanstoß am Anfang.

Es folgen ein paar Beispiele, welche Teile gerne dein Zuhause verlassen dürfen:

  1. Geschenke, die dich nicht glücklich machen. Im Moment des Schenkens haben sie im Grunde ihren Zenit schon erreicht. Sinn eines jeden Geschenkes war es, Geschenk für einen bestimmten Anlass zu sein. Die schenkende Person hat es nett gemeint, aber du hast dich direkt nach dem Auspacken schon gefragt, was du damit bloß machen sollst? Wenn das Geschenk nicht zum Einsatz kommt oder dir in irgendeiner Weise sogar ein schlechtes Gefühl gibt, weil du es nicht magst, darf es weiterziehen und jemanden anders glücklich machen.

  2. Kleidung, die nicht mehr passt. Ja, ich höre das oft, dass die Kleidung ja irgendwann wieder passen wird. Und ja, vielleicht tut sie das wirklich, aber vielleicht hat sich dein Geschmack oder haben sich deine Prioritäten bis dahin auch geändert. Vielleicht trägst du dann nicht mehr gerne Jeans (egal in welcher Größe), sondern weiche Stoffe oder andere Farben? Ich würde dir empfehlen, nur emotional wichtige Kleidungsstücke in zu kleinen Größen aufzuheben – als Erinnerungsstücke – und nicht die komplette Garderobe in Größe 38. Das nimmt auch den Druck raus.  

  3. Bücher, die du nicht lesen möchtest. Ich meine hier ausdrücklich nicht Bücher, die du auf Vorrat kaufst, wie einen Schatz betrachtest und nach und nach lesen möchtest. Ich meine Bücher, die du gekauft hast, weil du dachtest, diese Fachbücher lesen oder dich in ein Thema einarbeiten zu sollen oder mal Shakespeare im Original gelesen haben zu müssen – nur sie machen dir keine Freude. Solche Bücher dürfen gehen und von jemandem anders gelesen werden.

  4. Fehl- und Impulskäufe aller Art. Falls du zu den Personen gehörst, die sich zu schnell für neue Dinge begeistern lassen, bist du nicht allein. Sehr vielen Menschen fällt es schwer, bei sowas nein zu sagen und sie gehen bei allen Trends mit – egal ob es der Ananasschäler in der Obstabteilung oder das neueste technische Gerät ist. Falls dir diese Dinge im Nachhinein keine Freude machen, dürfen sie weg. Ja, auch wenn sie teuer waren.

  5. Hobby-Zubehör aufgegebener Hobbys. Hier ist es egal, ob du sie gekauft hast, weil du in einem euphorischen Moment dachtest, du würdest mit Surfen anfangen (es aber nie dazu kam) oder ob es Hobbys und Sportarten sind, die du vor zwanzig Jahren gerne gemacht hast. Und das ist wirklich nicht leicht, sich von diesem Selbstbild zu verabschieden, dass du vielleicht nicht mehr die Person von früher bist oder diese „coole Person“ beim Wellenreiten nicht sein wirst, aber es ist auch eine Einladung, dich selbst anzunehmen, wie du bist.

Wenn es dir schwerfällt, dich von Dingen zu verabschieden, du aber umgeben bist von Dingen, die dir kein gutes Gefühl machen, melde dich gerne bei mir. Ich begleite dich auch online auf deinem Weg in ein Zuhause, in dem du dich wohlfühlst. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #39: Was schiefgehen kann, geht schief.

Oder: Warum du für eine Dissertation, einen eigenen Forschungsantrag oder ein Buchprojekt vor allem starke Nerven und viel Humor brauchst.

Oder: Warum du für eine Dissertation, einen eigenen Forschungsantrag oder ein Buchprojekt vor allem starke Nerven und viel Humor brauchst.

Ich erinnere mich noch gut an die intensive Schreibphase für meine Doktorarbeit.

Vier Sommermonate am Niederrhein, in denen ich fast nur geschrieben und formatiert und korrigiert habe. Sobald negative Gedanken kamen, ging ich ne Runde joggen (bei mir hilft Bewegung gegen Selbstzweifel). Im Feierabend waren Fahrradtouren, Beeren sammeln und Marmelade einkochen angesagt. Heute weiß ich, wie gut das alles für mein Nervensystem war – Natur genießen, gut essen, einkochen, lachen.

Denn natürlich ging alles Mögliche schief. Mein alter Laptop und meine Schreibsoftware waren keine zuverlässigen Partner und oft verdunkelte sich mein Bildschirm aus dem Nichts. Wenn ich also hier schreibe, dass du tägliche Back-ups machen solltest, meine ich das ernst. Am Schluss bitte sogar stündliche Back-ups, insbesondere bei Zeitdruck. Denn unter Stress und Zeitdruck passieren Fehler.

Zum Ende hin macht auch die Formatierung nochmal komplett, was sie will (bei mir hat es das Manuskript beim Umwandeln in PDF mehrfach zerschossen). Erwarte einfach Dramen aller Art: Was schief gehen kann, geht schief. Und es ist am Ende nur die Frage, wie gut du dich selbst beherrschen und davon abhalten kannst, deinen Laptop aus dem Fenster zu werfen.

Ich habe keine ultimativen Tipps, was dir hilft, nicht die Nerven zu verlieren, aber wenn du dir eine Begleitung auf den letzten Metern (oder auch Schreibcoaching ganz am Anfang) deiner Dissertation wünschst, melde dich gerne per E-Mail bei mir.

Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #38: „Kannst du das auch Kindern beibringen?“

Ich bringe Kindern nicht bei, aufzuräumen. Ich stelle erstmal Fragen und höre zu.

Die Frage wird mir häufig gestellt. Ich bringe zwar vor allem Dokumente in Ordnung, aber ich helfe auch gerne dabei, Zimmer umzugestalten. Ja, auch Kinderzimmer. Allerdings nur am Niederrhein.  

Aber: Ich bringe Kindern nicht bei, aufzuräumen. Ich stelle erstmal Fragen und höre zu: Wie nutzt du das Zimmer? Nutzt du es allein oder teilst du es dir? Was machst du aktuell am liebsten? Was sind deine Schätze, die einen besonderen Platz benötigen? Kommst du an alles gut ran? Hast du eigene Ideen, die du umsetzen möchtest?

Und dann werden alle Teile zugeordnet und (Raum-)Lösungen gefunden, damit es für das Kind ein schöneres Zimmer wird, in dem es sich wohlfühlt und gerne spielt. Eine solche Kinderzimmer-Aufwertung ist in meinen Augen ein Erfolg, wenn das Kind anschließend an alles rankommt, weiß wo alle Dinge sind und das Aufräumen sehr viel schneller geht. Außerdem sind folgende Punkte wichtig:

  1. Verwechsle nicht Ordnungschaffen mit Aussortieren:  Das gilt insbesondere für Spielsachen, für die das Kind von außen betrachtet „zu alt“ erscheint, die aber vielleicht einen großen emotionalen Wert haben. Einfach bei jedem Teil fragen, wohin und in welche Kategorie es gehört. Klar, wenn dem Kind dabei Dinge in die Hände fallen, die es nicht mehr mag oder braucht, kann es die aussortieren, aber das ist hier absolut nicht der Fokus.

  2. Vielleicht wäre ein Rotationssystem denkbar: Viele Kinder haben tatsächlich zu viele Spielsachen in ihren Zimmern. Wenn ein (trockener) Keller oder ein geeigneter Dachboden zur Verfügung steht, könnte ein Teil der Spielsachen in transparenten Kisten verpackt dorthin wandern. Diese Reduktion auf Zeit bzw. das regelmäßige Austauschen von Spielsachen hilft, sich auf die im Kinderzimmer verbleibenden Spielsachen zu konzentrieren und sich mit ihnen wirklich zu beschäftigen. Das ist großartig, aber auch etwas mehr Arbeit.

  3. Lass das Kind die Kategorien, was in welche Schublade gehört, selbst festlegen: Wie soll es sonst irgendetwas in Schubladen zurück räumen, wenn ihm nicht klar ist, was wohin gehört. Das letzte Mal, als ich in einem Kinderzimmer half, wollte das Kind die Playmobil-Sammlung in „Figuren und Zubehör“, „Möbel“, „Natur und Tiere“ und „Set-Zubehör“ einteilen. Da wäre ich so nicht draufgekommen, aber es funktionierte fabelhaft.

Wenn du Unterstützung in deinem Zuhause brauchst, melde dich gerne per E-Mail bei mir. Falls du zu weit wegwohnst, könnte ich dich auch online begleiten. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #37: Ein Zuhause für dich.

Ein Zuhause kann dabei helfen, sich zu entspannen, sich wohlzufühlen und Kraft zu tanken. In vielen Fällen tut es das aber leider nicht.

Ein Zuhause kann dabei helfen, sich zu entspannen, sich wohlzufühlen und Kraft zu tanken. In vielen Fällen tut es das aber leider nicht.

Es ruft dann eher aus allen Ecken:

  • „Du musst xy noch wegräumen.“

  • „Liest du Bücher auch? Oder stellst du sie nur in deinen Schrank?“

  • „Hast du daran gedacht, xy zu besorgen?“

  • „Du könntest endlich mal xy reparieren.“

  • „Wo ist eigentlich xy?“

  • „Hier sind noch angefangene Projekte. Kümmere dich endlich.“

Dazu kommt, dass Social Media einem ständig „perfekt“ aufgeräumte Hochglanz-Wohnlandschaften präsentiert. (Zum Teil auch einfach, um einem einheitliche Aufbewahrungsboxen für den Kühlschrank zu verkaufen.) Da dieses nicht zu erreichende Ideal immer weiter von der Realität abweicht, entsteht und festigt sich erst die Wahrnehmung, sein eigenes Zuhause nicht in den Griff zu bekommen.

Es geht mir hier niemals um ein „perfekt“ ordentliches Zuhause, ich möchte, dass du es schaffst, dein Zuhause dahingehend zu verändern, dass es dir gelingt, dir einfach mal einen Tee zu kochen, die Füße hochzulegen und durchzuatmen.

Es kann sein, dass diese Vorstellung, dich in deinem eigenen Zuhause wohlzufühlen noch sehr weit weg erscheint. Und je länger du schon in einer Phase der Überlastung steckst, desto mehr Baustellen haben sich vermutlich angesammelt und desto schwieriger ist es, einen Anfang zu finden. Daher: Fang klein an.

In welchem Zimmer, könntest du dich am ehesten wohlfühlen? Kümmere dich erstmal nur um dieses eine Zimmer. Mache alle anderen Türen zu. Wenn du kannst, sortiere etwas aus. Entscheide dich für deine Lieblingsstücke, die dich dort umgeben dürfen.

Frag eine Freundin um Hilfe, um wirklich anzufangen. Oder einen Ordnungscoach in deiner Nähe (oder online), falls du professionell begleitet werden möchtest. Oft hilft eine solche Verabredung bereits, um den Start zu meistern. Und dann in kleinen Schritten weitermachen. Nicht zu viel erwarten, erstmal anfangen.

Ich freue mich, wenn ich dich darin bestärken und begleiten darf, dein Zuhause so zu gestalten, dass es sich für dich richtig anfühlt. Melde dich gerne per E-Mail bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #36: Ab ins Grüne.

Hast du das auch schon mal erlebt? Du kommst mit dem Schreiben nicht weiter und gehst im Wald spazieren und danach läuft es einfach? Du hast Selbstzweifel, gehst im Park joggen und fasst dann neuen Mut?

Hast du das auch schon mal erlebt? Du kommst mit dem Schreiben nicht weiter und gehst im Wald spazieren und danach läuft es einfach? Du hast Selbstzweifel, gehst im Park joggen und fasst dann neuen Mut?

Es gibt wenige Schreibtipps, die für alle passen, aber dieser hier ist quasi universal anwendbar: Um jeden Tag zu schreiben, brauchst du nicht nur eine Schreibroutine, die für dich funktioniert. Du brauchst auch eine Bewegungsroutine, Pausen an der frischen Luft und – vor allem – Zeit im Grünen.

Egal ob es Stadtgrün oder Wald oder tropischer Regenwald ist.

Das ist immer Teil meines Schreibcoachings: Meine Bitte, Zeit im Grünen in die Schreibzeit mit einzuplanen. Es hilft gegen Schreibangst, gibt Energie und fördert Kreativität. Die Natur hat eine entspannende und entschleunigende Wirkung. Und vielleicht ist es genau das, was du brauchst, um zuversichtlich zu sein, weniger zu denken und einfach mal zu draufloszuschreiben.

Und ja, ich merke gerade, dass es mit Privilegien zu tun hat, Zugang zu Grünflächen und Zeit zu haben, um sich dort aufzuhalten. Aber, wenn es dir möglich ist: Bitte geh in die Natur. Ab ins Grüne.

Wenn du dir eine professionelle Begleitung beim Schreiben deiner Dissertation oder deines nächsten Sach- oder Fachbuches wünschst, melde dich gerne bei mir. Die Schreibcoaching-Angebote auf meiner Website kann ich um andere Themen erweitern und individuell – deinen Bedürfnissen entsprechend – anpassen. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #35: Mach deinen Kalender zu deinem Komplizen.

Ganz egal, ob du einen Taschen-, Küchen- oder Handykalender nutzt, nimm dir die Zeit und schreibe dort sämtliche „Ablaufdaten“ deines Haushalts hinein.

Ich meine es ernst, schreibe ALLES in deinen Kalender.

Ganz egal, ob du einen Taschen-, Küchen- oder Handykalender nutzt, nimm dir die Zeit und schreibe dort sämtliche „Ablaufdaten“ deines Haushalts hinein. Nein, offensichtlich nicht die Verbrauchs- oder Haltbarkeitsdaten deiner Lebensmittel, sondern die Daten, zu denen du aktiv werden solltest.

Hier ein paar Ablaufdaten, die für dich relevant sein könnten:

  • Bis wann ist dein Personalausweis gültig?

  • Bis wann ist dein Reisepass gültig?

  • Wann muss dein Auto das nächste Mal zur Kfz-Hauptuntersuchung (HU) beim TÜV?

  • Wann solltest du den Autoreifen-Wechsel einplanen?

  • Wann musst du deinen Führerschein umtauschen? (In meinem Instagram-Beitrag hierzu findest du die Fristen nach Ausstellungsdatum.)

  • Wann laufen die wichtigsten Medikamente ab?

  • Wann ist die nächste Auffrischungsimpfung dran?

  • Wann solltest du den nächsten Termin zur Hautkrebs-Früherkennung einplanen?

  • Kennst du die Termine der Volkshochschule (VHS) oder der Familienbildungsstätte bei dir im Ort, zu denen die Anmeldung für beliebte Kinder-Schwimmkurse und andere Kurse anläuft? (Vielleicht gelingt die Kursbuchung mit einem solchen Kalendereintrag.)

  • Gibt es Kündigungsfristen, die du im Kalender haben solltest – für Versicherungen oder Handyverträge oder Abonnements?

Generell gibt es im Pflege-Game noch sehr viel mehr Termine und Fristen, die in den Kalender dürfen:

  • Bis wann möchte die Krankenkasse den Kostenvoranschlag für das Hilfsmittel? Falls ein Vertragspartner diesen Kostenvoranschlag der Krankenkasse direkt zusenden möchte, vergiss nicht, vor Ablauf der Frist diesen zu fragen, ob das – wie vereinbart – geschehen ist. (Ja, Pflege ist auch sehr viel Koordination.)

  • Bis wann möchte der Medizinische Dienst (MD) das Gutachten vom Orthetiker und die ärztliche Stellungnahme? Falls die Arztpraxis diese dem MD direkt zusenden möchte, vergiss nicht, vor Ablauf der Frist diese zu fragen, ob das – wie vereinbart – geschehen ist.

(Diese Liste ließe sich noch endlos fortführen.)

Im Grunde lohnt es sich, für jeden Gedankenblitz, einen Kalender-Eintrag zu machen: Versuch gerne, direkt sobald du denkst „Ah, ich muss noch eine Schneeschippe besorgen, bevor der Winter kommt“ dir für Ende Oktober eine Erinnerung dafür zu setzen. Kein Mensch kann sich das alles merken, aber vielleicht könntest du deinen Kalender zum Komplizen machen und dich damit zumindest etwas entlasten.

Ich bin Sina und ich freue mich, dass du hier mitliest. Wenn du Fragen zu meinen Angeboten hast, melde dich gerne bei mir.

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Blogbeitrag #34: Durchatmen, es sind Ferien.

In keiner anderen Zeit im Jahr wird es pflegenden Eltern (v.a. Müttern) bewusster, was sie von nicht-pflegenden Eltern unterscheidet.

In keiner anderen Zeit im Jahr wird es pflegenden Eltern (v.a. Müttern) bewusster, was sie von nicht-pflegenden Eltern unterscheidet.

Es ist die Zeit im Jahr, in der sie die Kinderbetreuung komplett übernehmen. Ja, auch neben Erwerbstätigkeit oder Selbstständigkeit in Teilzeit, weil es einfach keine passenden Ferien-Angebote für ihre Kinder gibt. Zusätzlich ist die Betreuung ihrer Kinder noch herausfordernder, weil Routinen wegbrechen. Zusätzlich ist es die Zeit im Jahr, in der sie sich bitte erholen sollen.

Klar, ich würde mit meiner Selbstständigkeit – Lektorat, Schreib- und Ordnungscoaching – gerne auch in den Sommerferien weiter durchstarten. Ich würde gerne Werbung auf Instagram schalten und Ordnungstipps geben, nur fühlt sich das für mich nicht stimmig an.

Ich möchte in dieser krass anstrengenden Zeit niemandem zusätzlichen Druck machen.

Also ändere ich während der Ferien mein Angebot: Nein, du musst jetzt nicht deine Dokumentenordnung angehen. Du könntest dir vornehmen, jede Woche eine kleine Sache für dich zu machen. Nur für dich.

Durchatmen, es sind Ferien.

Ich arbeite auch in den Ferien und freue mich, wenn auch du die Ressourcen und die Energie hast, in den Ferien etwas anzugehen. Melde dich gerne mit Lektoratsanfragen oder Schreib- und Ordnungsprojekten. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #33: Selbst „unnützes“ Haushaltswissen verdient einen festen Platz.

Weißt du, welche Müllbeutelgrößen du brauchst? Oder musst du - so wie ich früher - bei jedem Einkauf überlegen oder raten?

5 l, 10 l, 20 l, 35 l, 60 l - weißt du, welche Müllbeutelgrößen du brauchst?

Oder musst du - so wie ich früher - bei jedem Einkauf überlegen oder raten?

Mach dir doch mal eine Liste nur für scheinbar „unnützes“ Haushaltswissen. Dinge, die du dir sonst nicht merken konntest und bislang jedes Mal wieder neu raussuchen musstest.

Zum Beispiel in einer Notizen-App auf deinem Handy. Gerne angepinnt, damit du sie unterwegs dabeihast und immer schnell finden kannst.

Was du da auflisten könntest?

  • Müllbeutelgrößen

  • Staubsaugerbeutelnummern

  • Batterietypen für: Autoschlüssel, Küchenwaagen, Soundbücher

  • Kaffeefiltergrößen

  • ggf. Schuh- und Kleidergrößen von allen Familienmitgliedern

Ergänze das gerne um weitere Dinge, die du ständig googeln musst, z. B. den aktuellen Preis einer Warensendung bis 1.000 g oder Ähnliches.

Es hilft, selbst für solche Notizen einen festen Platz zu haben. Dann hast du die Informationen immer parat und könntest sogar (falls du vorbereitet sein möchtest und gerade Kapazitäten dafür hast) die besagten Batterien in Reserve zuhause haben. Für mich bedeuten selbst so kleine Maßnahmen, um mir weniger merken zu müssen, eine große Entlastung im Alltag. Probiere es gerne mal aus.

Was würde auf deiner Liste stehen?

Ich bin Sina und helfe dir gerne dabei, dich besser zu organisieren und eine Grundordnung reinzubringen - in deine Dokumentenablage oder in deinem Zuhause. Melde dich gerne per E-Mail bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #32: Sie blieb. Der Liebe wegen. Leider.

Hast du schon mal versucht, mit nur sechs Worten eine Geschichte zu erzählen? Mit Anfang, Mittelteil und Schluss? Ich vorher auch nicht, aber ich habe es gestern Abend ausprobiert und konnte gar nicht mehr aufhören.

Hast du schon mal versucht, mit nur sechs Worten eine Geschichte zu erzählen? Mit Anfang, Mittelteil und Schluss? Ich vorher auch nicht, aber ich habe es gestern Abend ausprobiert und konnte gar nicht mehr aufhören:

  • Sie blieb. Der Liebe wegen. Leider.

  • Ihre Rache. Ein Lächeln. Nichts weiter.

  • Ihr Geständnis änderte nichts. Endlich Ruhe.

Ja, sie sind alle etwas düster. Aber in meinen Gedanken breitete sich eine englische Kleinstadtidylle aus, hinter deren Fassaden sich so einiges abspielen kann.

Warum das alles?

Auch wenn eine der wohl bekanntesten 6-Wort-Geschichten oder Six Word Stories („For sale: baby shoes, never worn“ // „Zu verkaufen: Baby Schuhe, nie getragen“) vermutlich nicht auf Ernest Hemmingway zurückgeht (hier geht es zum rabbit hole), 6-Wort-Geschichten haben eine lange Tradition und sind eine wunderbare Übung, um Spaß mit Worten zu haben.

Darum geht es hier. Egal, ob du gerade an deiner Abschluss- oder Doktorarbeit oder an deinem ersten (oder zweiten) Roman schreibst, lass dich zwischendurch von solchen Schreibimpulsen mitreißen. Mach dir deine eigenen Gedanken (ohne KI), bring etwas zu Papier, wage etwas Neues, probiere dich aus.

Du hast nichts zu verlieren.

Lies hier gerne mit oder folge mir auf Instagram. Ich bin Lektorin für Sach- und Fachtexte und gebe Schreibcoaching für Studierende und Doktorand*innen, um sie beim (Wieder-)Einstieg ins Schreiben zu unterstützen, Ängste abzubauen und meinen Spaß und meine Motivation am Schreiben mit ihnen zu teilen. Melde dich gerne per E-Mail bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #31: Ich habe ein Problem mit Hitze.

Nicht nur, weil ich mich bei Hitze schlechter konzentrieren kann und daher beim Lektorieren langsamer werde. Nein, ich habe ein Problem damit, mir seit 15 Jahren mit anzusehen, wie wenig für den Hitze-Schutz getan wird.

Nicht nur, weil ich mich bei Hitze schlechter konzentrieren kann und daher beim Lektorieren langsamer werde. Nein, ich habe ein Problem damit, mir seit 15 Jahren mit anzusehen, wie wenig für den Hitze-Schutz getan wird.

Im Jahr 2011 habe ich mich als Doktorandin u.a. mit Hitze in Städten beschäftigt. Mit urbanen Wärmeinseln, Versiegelung, dem Aufheizen betonierter Flächen, mit möglichen Gegenmaßnahmen, mit der Problemwahrnehmung von Hitze und damit, dass es immer um Verwundbarkeit geht.

Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass extreme Hitzewellen zunehmen werden. Es ist bekannt, dass die Verwendung heller, reflektierender Materialien für Dächer, Fassaden und Straßen gegen Überhitzung hilft. Dass Stadtbäume, grüne Dächer & Fassaden Schatten spenden bzw. durch Verdunstung kühlen. Dass eine wassersensible Stadtplanung, z. B. durch die Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips, vor Hochwasser schützt und dass das Zwischenspeichern des Niederschlagswassers Städte zusätzlich kühlen kann.

Es gibt vom Bund Handlungsstrategien für die Stadtentwicklung und das Bauwesen und es gibt eine sogenannte Bundesempfehlung für einen Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser. Aber Investitionen in Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind Ländersache und zuständig für den Hitzeschutz sind die Kommunen selbst. Manche Kommunen lassen Hitzeschutzkonzepte entwickeln, manche nicht. Ob und welche Maßnahmen dann daraus umgesetzt werden, ist nochmal ein anderes Thema.

Und ja, es geht immer um Geld. Der Bund hat aktuell im Rahmen des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität 100 Milliarden Euro für Investitionen der Länder und Kommunen zur Verfügung gestellt, die in den kommenden 12 Jahren Planungssicherheit geben sollen. Nur mit Hitze ist es so eine Sache.

Die signifikante Übersterblichkeit, die mit vielen Hitzewellen einhergeht, gerät in einem moderaten Hitzejahr scheinbar schnell in Vergessenheit. Letzte Woche hat deutlich gezeigt, dass Deutschland nicht vorbereitet ist. Keine Pointe.

Dieser Blogbeitrag handelt zwar nicht vom Schreiben, Lektorieren oder Ordnungschaffen, zeigt aber deutlich, dass manche Texte geschrieben werden wollen. Schreiben hilft beim Denken und Gedanken sortieren. Ich werde verfolgen, welche Hitzeschutzmaßnahmen hier in Zukunft vor Ort umgesetzt werden und das zur Not auch einfordern oder zumindest zum Thema machen. Vielleicht könntest du das auch?

Wenn du Hilfe beim Schreiben, Recherchieren oder Korrigieren brauchst, melde dich gerne bei mir. Ich liebe am Lektorat besonders, dass ich durch die Abschluss- und Doktorarbeiten und Forschungsanträge, die mir anvertraut werden, immer etwas Neues lerne. Ich bin vielseitig interessiert und freue mich auf dich und dein Projekt - auch wenn es nicht um Hitze geht.

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Blogbeitrag #30: Warum du dich spätestens jetzt um deine Hausapotheke kümmern solltest

Ich weiß, es war in der letzten Woche schwer genug, dich und deine Familie und deine Haustiere vor der Hitze zu schützen – aber hast du auch an deine Medikamente gedacht?

Ich weiß, es war in der letzten Woche schwer genug, dich und deine Familie und deine Haustiere vor der Hitze zu schützen – aber hast du auch an deine Medikamente gedacht?

Falls du es vergessen haben solltest, deine Medikamente in Sicherheit (z. B. in einer verschlossenen Box in den Keller) zu bringen, bist du damit nicht allein. Bei Hitze ist es schwer, klare Gedanken zu fassen und Dinge organisiert anzugehen – und ganz ehrlich: Die allerwenigsten Menschen sind auf Extremwetterereignisse gut vorbereitet. Falls deine Medikamente zu heiß geworden sein könnten, solltest du jetzt Folgendes tun:

  1. Überblick verschaffen: Alle Medikamente aus deinem Haushalt an einen Ort bringen.

  2. Aufbewahrungsbedingungen der Medikamente checken: Wenn du Glück hast, steht am Ende des Beipackzettels: „Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.“ Falls jedoch darauf steht, dass das Medikament bei bis zu 25 Grad Celsius oder bis zu 30 Grad Celsius gelagert werden sollte, überlege ganz genau, bei welchen Temperaturen du die Medikamente während der Hitzewelle gelagert hast und über welchen Zeitraum. Bitte diese Werte ernst nehmen: Es gibt Medikamente, die durch Hitze ihre Wirkung verlieren oder sogar verändern. Den meisten Medikamenten sind Hitzeschäden nicht von außen anzusehen. Wenn du unsicher bist, frag lieber eine Apothekerin (bitte nicht die KI).

  3. Haltbarkeit der Medikamente prüfen: Wenn du schon dabei bist, kannst du auch die Haltbarkeit deiner Hausapotheke kontrollieren.

  4. Medikamente entsorgen bzw. austauschen: Entsorge alle Medikamente, die abgelaufen oder zu heiß geworden sind, und kaufe neue Präparate bzw. lass dir neue verschreiben.

  5. Für die nächste Hitzewelle: Lagere im Alltag alle Medikamente an einem (kindersicheren) Ort. Wenn sich eine Hitzewelle ankündigt, verstaue die Hausapotheke komplett in einer separaten Box im kühlsten Raum der Wohnung (im Hausflur, oder – wenn möglich – im Keller). Vor Sonneneinstrahlung geschützt, vielleicht sogar mit Thermometer daneben.

Egal, was du in deinem Haushalt in Ordnung bringen möchtest, melde dich gerne bei mir, wenn du dabei Unterstützung brauchst. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

Weitere Informationen zum Thema Medikamentenaufbewahrung findest du hier:

Julia Tschakert für ZDF heute (2025): Was bei Medikamenten und Hitze wichtig ist

Pharmazeutische Zeitung (2025): Die wichtigsten Tipps zu Medikamenten bei Hitze

Verbraucherzentrale NRW (2022): Medikamente bei Hitze richtig lagern

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Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #29: Du brauchst keinen Jahreswechsel, um durchzustarten.

Klar, der Jahreswechsel lädt traditionell dazu ein, zu reflektieren, was gut war und was anders werden soll, was dir wichtig ist und wo die Reise hingehen soll. Aber: Ich möchte dich dazu einladen, damit nicht bis Silvester zu warten.

Klar, der Jahreswechsel lädt traditionell dazu ein, zu reflektieren,

was gut war und

was anders werden soll,

was dir wichtig ist und

wo die Reise hingehen soll.

Aber: Ich möchte dich dazu einladen, damit nicht bis Silvester zu warten.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, dich hinzusetzen (am besten mit Stift und Papier) und darüber nachzudenken, was du bis zum Jahresende erreichen möchtest:

Vielleicht möchtest du es schaffen, dich öfter zu verabreden, dir mehr Auszeiten zu schenken, dich öfter aus deiner Komfortzone zu wagen?

Vielleicht gibt es ein Ordnungsziel, das du dir schon lange vorgenommen hast: Einen Raum, den du dir endlich schöner machen möchtest, eine Umzugskiste, die du aussortieren möchtest, ein Papierchaos, das du angehen müsstest?

Vielleicht sind es auch berufliche Ziele, die du dir jetzt kurz vor der zweiten Jahreshälfte in Erinnerung rufen könntest: Die Gehaltserhöhung, die es vorzubereiten gilt, die Weiterbildung, zu der du dich endlich anmelden solltest, die Bewerbung, die du eigentlich schreiben möchtest?

Nutze den Beginn der zweiten Jahreshälfte dazu und nimm dir die Zeit, kurz innezuhalten:

Worum möchtest du dich endlich kümmern?

Was möchtest du verändern?

Wofür möchtest du weniger Zeit verschwenden?

Was möchtest du Neues beginnen?

Was auch immer du erreichen möchtest, schreibe es auf, wenn du kannst, lege deinen Fokus darauf.

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Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #28: Wie du dich während einer Hitzewelle zuhause konzentrieren kannst

In der aktuellen Hitzewelle würde ich am liebsten Impulse geben, wie du am besten für dich sorgen kannst, wenn es so heiß ist. Idealerweise muss sich bei über 34° C niemand mehr konzentrieren. Aber gut.

Bei den aktuellen Temperaturen würde ich am liebsten Impulse geben, wie du am besten für dich sorgen kannst, wenn es so heiß ist. Idealerweise muss sich bei über 34° C niemand mehr konzentrieren. Aber gut.

Ohne Hitzewelle würde ich dir empfehlen, selbst darüber nachzudenken, was du brauchst, um dich gut konzentrieren zu können. Du kennst dich am besten. Welche Rituale und Hilfsmittel helfen dir dabei, dass der Übergang ins konzentrierte Arbeiten auch im Homeoffice gelingt? Umziehen in deine selbst gewählte Arbeitskleidung, erstmal gedanklich sammeln, keine E-Mails checken, Instagram ignorieren, erstmal mit Free Writing in den Arbeitstag starten, Noise-Cancelling-Kopfhörer gegen die Laubbläser da draußen aufsetzen (heute erst gehört – why?), Musik oder White Noise hören, einen Timer stellen. Konzentriert arbeiten.

Während einer Hitzewelle sieht es anders aus. Zunächst würde ich dich auffordern, deine Erwartungen deutlich herunterzuschrauben. Wenn du dir an heißen Tagen noch Vorwürfe machst, nicht genug geschafft zu haben, ist das vielleicht ein grundsätzliches Thema, mit dem du dich mal auseinander setzen könntest. Versuche einfach während einer Hitzewelle exakt das zu machen, was du einer guten Freundin raten würdest: Wenn möglich passe deine Arbeitszeiten an. Gehe früh morgens im Wald oder im Park spazieren, arbeite nicht zur Mittagszeit, schlafe zur Mittagszeit. Trinke so viel Wasser wie du kannst, kühle deine Handgelenke, mach dir ein kühles Fußbad, wenn möglich arbeite deutlich weniger. Und ja, eine mobile Klimaanlage, Fensterfolien, Ventilatoren, etc. helfen – fahre nur nicht bei 37° C zum Baumarkt.

So, das war ein kurzer Beitrag - ohne Überschriften, ohne “10 Tipps, wie du richtig viel schaffen kannst, wenn es heiß ist” - man muss in unserer Leistungsgesellschaft auch mal dagegen halten.

Komme gut durch die Hitzewelle, sei besonders nachsichtig mit dir. Ich bereite jetzt noch eine Schreibcoaching-Reihe vor, auf die ich mich sehr freue. Und dann gibt es Limonade.

Wenn du für dein Schreibprojekt noch eine Lektorin suchst, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Blogbeitrag #27: Es gibt hier nichts zu sehen.

Seitdem ich Instagram auch beruflich nutze und mir im Professional Dashboard permanent angezeigt wird, wie viele Aufrufe meine beiden Accounts in den letzten 30 Tagen hatten, wird das Thema Abgrenzung immer wichtiger für mich. Es folgen ein paar Impulse, wie ein bewussterer Umgang mit Instagram (und ähnlichen Apps) gelingen kann.

Wenn du eigentlich in diesem Moment an deiner Abschluss- oder Doktorarbeit oder an deinem Buchprojekt schreiben wolltest, und das hier liest, brauchst du dich nicht schlecht zu fühlen. Wenn du gerade Pause machst und das hier liest, auch nicht.

Es geht den meisten so. Instagram (und andere Apps) sind so konstruiert, dass es schwerfällt, sie wegzulegen. Denn, man könnte ja etwas verpassen – News, Trends, Reaktionen, Kommentare, DMs.

Wenn dich solche Plattformen nicht stressen, brauchst du nicht weiterzulesen. Wenn du sie öfter nutzt, als dir lieb ist, dann schon. Seitdem ich Instagram auch beruflich nutze und mir im Professional Dashboard permanent angezeigt wird, wie viele Aufrufe meine beiden Accounts in den letzten 30 Tagen hatten, wird das Thema Abgrenzung immer wichtiger für mich. Es folgen ein paar Impulse, wie ein bewussterer Umgang mit Instagram (und ähnlichen Apps) gelingen kann.

  1. Ändere den Hintergrund deines Smartphones: Ändere dein Hintergrundbild in ein Naturfoto, falls du dich eh nach mehr Zeit im Grünen sehnst. Oder in ein Bild eines Vulkans, falls dir die Eselsbrücke zu Lava helfen könnte, dein Handy seltener in die Hand zu nehmen. Probiere aus, ob so eine minikleine Veränderung bereits hilft.

  2. Stell dir einen Alarm, um dein Instagram zu checken: Wenn du als Autor*in oder freiberufliche Lektor*in Instagram nutzt, um dir ein Netzwerk aufzubauen oder Kundenanfragen zu generieren, zählt das hier offiziell als deine Arbeitszeit. Wenn möglich, schaffe dir Zeitfenster zum Arbeiten und solche zum Pausen machen und Feierabend genießen. Lege dafür Zeiten fest: Stell dir einen Wecker, wann du Instagram checken (oder bespielen) möchtest und lass ansonsten gerne die Finger davon, besonders in deiner Freizeit.

  3. Mache bewusste Instagram-Pausen: Du musst nicht gleich digitales Detox betreiben oder während der Fastenzeit (oder generell), diese App deinstallieren. Versuche aber mal, einen ganzen Tag oder zwei die App nicht zu nutzen. Das hilft dabei, zu verinnerlichen, dass es hier nichts zu sehen gibt bzw. dass du hier nichts Weltbewegendes verpasst. Die Kontrolle darüber zurückzugewinnen, fühlt sich gut an.

  4. Mache generell bewusstere Pausen: Selbst im Angestelltenverhältnis ist es eine Überlegung wert, wie du deine Pausen gestalten könntest, damit sie dir guttun: Vielleicht ein kurzer Spaziergang mit Kolleg*innen oder ein Eis auf der Dachterrasse? Im Homeoffice und generell in der Selbstständigkeit ist es eh ein Thema, überhaupt genügend Pausen zu machen. Und dann zu überlegen, was du brauchst: Frische Luft, Bewegung, Musik, Podcasts, ein gutes Buch oder eine App. Wenn dir das Scrollen durch Apps Freude oder Entspannung bereitet, spricht nichts dagegen. Ich schätze, ich möchte nur dazu einladen, das dann bewusst zu tun oder eben zu lassen.

  5. Nutze App Blocker: Die strickende Bohne von Focus Friend hatte ich bereits erwähnt und für Schreibblöcke empfohlen. Noch effektiver könnte die App One Sec sein, die dich – wenn du ihr entsprechende Befugnisse erteilst – jedes Mal beim Öffnen der jeweiligen App auffordert, einmal durchzuatmen und dann nochmal zu entscheiden, ob du wirklich diese App nutzen möchtest.

Ich wünsche dir in jedem Fall eine möglichst produktive Schreibzeit und erholsame Pausen.

Wenn du eine professionelle Schreibbegleitung für deinen Schreibprozess suchst, melde dich gerne bei mir.

Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #26: Was dir helfen könnte, wenn du „nebenbei“ promovierst

Falls du auch “nebenbei” promovierst, lies dir die folgenden Impulse gerne durch und schreibe mir eine E-Mail, ob sie hilfreich waren, welche du anwenden konntest und was dir in deiner Situation sonst noch helfen würde. Ich höre zu und freue mich darauf, mich mit dir zu diesem Thema auszutauschen.

Der Titel ist absichtlich vorsichtig formuliert.

Ich weiß, Blogtitel müssten eigentlich reißerischer sein, um angeklickt zu werden: „Wenn du „nebenbei“ promovieren willst, musst du xyz machen“, „Du schaffst es nicht, „nebenbei“ zu promovieren, weil du xyz nicht machst“, „Wenn du immer noch denkst, xyz würde dir helfen, deine Promotion abzuschließen, wird das nichts“.

Das ist aber nicht meine Art und ich habe sehr viel Respekt vor allen, die versuchen, „nebenbei“ zu promovieren.

Mit „nebenbei“ promovieren meine ich, zu versuchen, neben Berufstätigkeit, Care-Arbeit und / oder Pflegeverantwortung zu promovieren. Die Ausgangssituationen dieser Doktorand*innen sind individuell unterschiedlich und es sind durchweg kompetente Menschen, die sehr gut einschätzen können, was Ihnen helfen könnte und was nicht.

Falls du gerade auch “nebenbei” promovierst, lies dir die folgenden Impulse gerne durch und schreibe mir eine E-Mail, ob sie hilfreich waren, welche du anwenden konntest und was dir in deiner Situation sonst noch helfen würde. Ich höre zu und freue mich darauf, mich mit dir zu diesem Thema auszutauschen.

  1. Mach dir einen Plan+: Entwickle nicht nur einen detaillierten Zeit- und Arbeitsplan mit den Einzelschritten, die du erreichen möchtest. Überlege dir für jeden einzelnen Schritt, wer oder was dich dabei unterstützen könnte, es zu schaffen: Welcher Input, welcher Austausch, welche Belohnung am Horizont. Überlege dir, was du brauchst, um deine Teilziele und dein großes Ziel zu erreichen.

  2. Versuche, deinen inneren Kritiker nicht zu ignorieren: Manchmal wird der innere Kritiker lauter, je weniger Beachtung du ihm schenkst. Daher: Versuche aus jedem „Ich schaffe das nicht“ ein „Ein Teil von mir denkt, dass ich es nicht schaffen kann“ zu machen. Dieser kleine Zwischenschritt aus der Teile-Arbeit der systemischen Beratung kann bereits dabei helfen, einen gelasseneren Umgang mit dem inneren Kritiker zu finden bis hin zu einem „Ein Teil von mir denkt, dass ich es nicht schaffen kann. Dem muss ich aber nicht glauben.“

  3. Es ist ein guter Zeitpunkt, um deine negative Selbstbewertung in den Griff zu bekommen: Es liegt nicht bei jedem, der ab und zu an sich zweifelt, das Imposter-Phänomen vor. Aber falls dich das Gefühl oder die Angst, als Hochstapler*in entlarvt zu werden, ständig begleitet, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Wenn es dir schwerfällt, Komplimente anzunehmen oder deine eigenen Leistungen realistisch einzuordnen, schreibe ein Erfolgstagebuch und sprich vor allem mit anderen darüber. Du bist mit diesen Sorgen nicht allein.

  4. Sage öfter „nein“, um dir mehr Zeit zu verschaffen: Das gilt für freiwillige Firmenevents, die nicht wichtig sind, genauso wie für Verabredungen, die dir mehr Energie rauben als sie dir geben. Zeit ist in deiner Situation – neben Gesundheit – das wichtigste Gut. Wenn dir das schwerfällt, weil du dir Sorgen machst, wie deine Absagen auf dein Umfeld wirken könnten, denk dran: Es wird auch eine Zeit nach der Abgabe deiner Dissertation geben – verweise ruhig darauf. Jetzt brauchst du Zeit zum Schreiben und Zeit für dich.

  5. Gib Motivationstechniken eine zweite Chance: Es fühlt sich ungewohnt an, sich vorzustellen, es zu schaffen? Kreiere dieses Bild trotzdem vor deinem inneren Auge - immer und immer wieder. Das Thema Schreibtischmotivation wirkt befremdlich? Unterschätze nicht die Wirkung kleiner Motivationsbringer in deinem Sichtfeld. Probiere es aus - Du hast nichts zu verlieren.

  6. Stelle deine Gesundheit an erster Stelle: Wenn du es dir leisten kannst, achte auf eine optimale Schreibumgebung und Schreibausstattung. Nutze einen Teil deiner geringen Schreibzeit für Bewegung (Alltagsbewegungen reichen!) und frische Luft. Und: Nimm deine Gesundheit ernst genug, um deinen Schlaf zu priorisieren.

  7. Bau dir ein Netzwerk auf: Versuche, dir innerhalb deines Promotionsfaches ein Netzwerk aufzubauen. Teile deine Gedanken und erste Forschungsergebnisse. Zu merken, dass Interesse an deiner Forschung besteht, kann wirklich alles verändern. Du promovierst nicht für die Schublade, deine Forschung ist relevant und leistet einen Mehrwert.

  8. Hol dir Unterstützung: Wenn möglich, nimm Unterstützungsangebote an: Wenn Familie, Freund*innen oder Nachbar*innen dir helfen können, dir Freiräume zu schaffen (zum Schreiben oder Durchatmen), nimm sie an. Wenn deine Universität, Doktorand*innen in Mentoring-Programmen oder Schreibveranstaltungen oder -gruppen zusammenbringt, melde dich an. Wenn dir eine 1:1-Begleitung in deinem Schreibprozess helfen würde, melde dich gerne bei mir.

Ich freue mich, dass du diesen Blogbeitrag zu Ende gelesen hast und wünsche dir viel Erfolg beim Fertigschreiben deiner Dissertation. Bei Fragen zu meinen Schreibcoaching-Angeboten, melde dich gerne per E-Mail bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #25: Guten Tag, ich bin eine menschliche Lektorin.

Für KI-gestützte Lektorate wird aktuell viel Werbung gemacht. Studierende, Autor*innen, Lektor*innen (!), Agenturen und Verlage werden darin aufgerufen, endlich professionell zu arbeiten. Lektorate, minutenschnell. Warum ich keine KI nutze?

Ich nutze keine KI, schon gar nicht im Lektorat. Nein, auch nicht heimlich.

Für KI-gestützte Lektorate wird aktuell viel Werbung gemacht. Studierende, Autor*innen, Lektor*innen (!), Agenturen und Verlage werden darin aufgerufen, endlich professionell zu arbeiten. Lektorate, minutenschnell.

Warum ich keine KI nutze?

  1. Ich genieße das Vertrauen meiner Kund*innen: Es ist für mich ein großer Vertrauensbeweis, wenn mir Kund*innen ihre Manuskripte, an denen sie so lange gearbeitet haben, anvertrauen. Wenn ich ihnen versichere, nur mit „Änderungen nachverfolgen“ zu arbeiten, mache ich mit dem Manuskript nichts anderes – ich gebe den Text nicht in eine KI ein und ich zeige ihn auch keiner dritten Person.

  2. Ich schütze das Urheberrecht meiner Kund*innen: Ich habe sehr großen Respekt vor geistigem Eigentum. Mir reicht es nicht, dass bei manchen KI-Tools bei den Einstellungen ein Haken gesetzt werden kann, ob Input-Daten zu Trainingszwecken verwendet werden dürfen oder nicht, oder dass da versprochen wird, dass die Manuskripte auf verschlüsselten Servern in der EU gespeichert werden. Ich behalte gerne die Kontrolle darüber, was mit den Manuskripten meiner Kund*innen passiert. Selbst die Entscheidung, auf welchem Wege mich das Manuskript erreicht, hängt vom Wunsch und vom Sicherheitsempfinden der Verfasser*innen ab: per E-Mail, per USB-Stick oder als Ausdruck per Post.

  3. Ich liebe meinen Beruf und leiste exzellente Arbeit: Ich bin Lektorin, weil es mich glücklich macht, zu lektorieren. Ich liebe es, Fehler zu korrigieren, auf den Sprachstil zu achten, die Struktur zu verbessern, die Zitierweise zu vereinheitlichen, die Zielgruppe und Leserfreundlichkeit im Blick zu behalten (ja, auch bei Sach- und Fachtexten). Es geht darum, gemeinsam mit Autor*innen, den Text und das Leseerlebnis weiterzuentwickeln und besser zu machen. Dazu kommt noch die Tatsache, dass ich durchaus Manuskripte zugeschickt bekomme, die bereits mit Hilfe von KI korrigiert worden sind. Und ja, ich finde auch in ihnen Fehler und Verbesserungspotenzial. Wie sollte ich einer KI vertrauen, meine (komplexe und wichtige) Arbeit zu übernehmen? Wie sollte ich es mir „leicht machen“, indem ich irgendetwas davon auslagere? Ich mache diese Arbeit sehr gut und sehr gerne.

Ich würde diese sinnstiftende Arbeit niemals – komplett oder teilweise – mit einem Klick ersetzen wollen.

Wenn du im Lektorat auf Qualität setzen oder in der Endphase deiner Promotion mit einem Schreibcoach reden möchtest, der dir zuhört und dich motiviert, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #24: Wofür meine eigenen Selbstzweifel gut sind

Ich lektoriere und korrigiere nicht nur, ich schreibe auch. Und wie bei den meisten, die schreiben, wird mein innerer Kritiker zwischendurch immer mal wieder unverschämt laut.

Ich lektoriere und korrigiere nicht nur, ich schreibe auch.

Und wie bei den meisten, die schreiben, wird mein innerer Kritiker zwischendurch immer mal wieder unverschämt laut: „Das wird NIEMAND lesen!“, „Wen interessiert so etwas?“, „Ein Ratgeber für Doktorand*innen? Der verkauft sich niemals!“ So weit so gut.

Warum ich jetzt darüber nachdenke, wofür solche Selbstzweifel gut sein könnten? Ganz einfach, weil ich akzeptiere, dass ich Selbstzweifel habe. Sie sind mal leise und mal laut, aber sie sind definitiv ein Teil von mir (und ein Teil meines Schreibprozesses).

Wenn ich sie also eh nie ganz loswerde, wofür könnten die Selbstzweifel gut sein?

  1. Selbstzweifel als Schutz: Vielleicht übertreibt mein innerer Kritiker extra ein wenig, um mich vor allzu großen Enttäuschungen zu beschützen. Quasi für den Fall, dass ich mein Manuskript doch nicht fertigbekomme oder es keinen Anklang findet.

  2. Selbstzweifel als Motor: Vielleicht treiben die Selbstzweifel mich dazu an, besser zu werden - mein Schreiben noch besser an meiner Zielgruppe auszurichten, meine Schreibroutine besser durchzuziehen (egal, was mein innerer Kritiker darüber denkt) und mich besser in die Buchbranche einzufuchsen.

  3. Selbstzweifel als Einladung: Vielleicht laden die Selbstzweifel mich dazu ein, etwas milder zu mir selbst zu sein. Sie sind in jedem Fall ein guter Anlass, einmal innezuhalten: Würde ich mit einer Freundin auch so reden? Habe ich mir heute schon mal vorgestellt, es zu schaffen? War ich an der frischen Luft? Habe ich genug getrunken, genügend Pausen gemacht?

Ich nehme mir jedenfalls fest vor, beim nächsten Mal, meine Selbstzweifel nur wahrzunehmen. Vielleicht hilft es auch, mit seinen Selbstzweifeln erstmal einen Waldspaziergang zu machen, gemeinsam ein Eis essen zu gehen oder mit jemanden darüber zu sprechen.

Falls dir eine professionelle Begleitung helfen würde, dein Schreibprojekt zu Ende zu bringen, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #23: Vergiss nicht, deine Erfolge zu feiern, dich zu belohnen und stolz auf dich zu sein.

Falls du dich gerade ertappt fühlst und merkst, dass du deine akademischen Abschlüsse oder Buchveröffentlichungen oder sonstigen Erfolge bisher immer sehr schnell abgetan und ad Acta gelegt hast, lies gerne weiter.

Wenn es selbstverständlich für dich ist, deine Erfolge zu feiern, und du das eh schon immer ausgiebig gemacht hast, brauchst du nicht weiterzulesen. Falls du dich aber gerade ertappt fühlst und merkst, dass du deine akademischen Abschlüsse oder Buchveröffentlichungen oder sonstigen Erfolge bisher immer sehr schnell abgetan und ad Acta gelegt hast, lies gerne weiter.

Eine systemische Beraterin, deren Impulse ich sehr schätze (Mariola Kessler), hat dieses Verhalten vor Kurzem in einem Instagram-Beitrag mit dem Negativity Bias und dem inneren Kritiker erklärt, also dass Positivem immer weniger Raum gegeben wird als Negativem. Das mag evolutionär dem Überleben gedient haben, hilft aber heute nicht gerade dabei, ein glückliches Leben zu führen.

Mir fallen noch drei weitere Gründe ein, warum es dir schwerfallen könnte, Erfolge angemessen zu feiern:

  1. Perfektionismus: Perfektionismus kann in viele Abstufungen vorkommen und in jedem Fall verhindern, dass du mit dir und deinen Leistungen zufrieden bist. Er reicht vom gesellschaftlich erwünschtem Exzellenzstreben (wir müssen ja alle ständig besser werden!) bis hin zum klinischen Perfektionismus, bei dem selbst kleinste Fehler den eigenen Selbstwert gravierend negativ beeinflussen können (Shafran, Cooper, und Fairburn 2002; Spitzer 2016).

    Falls du perfektionistisch veranlagt bist, kann es sein, dass dir Noten sehr wichtig sind. Bei Abschlüssen achtet aber in kürzester Zeit niemand mehr auf die Noten. Versuche stolz darauf zu sein, es durchgezogen zu haben – unabhängig davon, wie lange du gebraucht hast, wie deine Note war und ob du es hättest besser machen können (bei besserer Begleitung, weniger Stress, etc.). Du hast es geschafft.

  2. Angst vor Ablehnung: Es gibt eine riesige Hemmschwelle, Erfolge zu feiern. Was, wenn das jemand mitbekommt? Bist du etwa arrogant? Bildest du dir auf deinen Abschluss etwa etwas ein? Das ist – besonders bei Frauen – ein echt großes Thema. Nicht auffallen wollen, nicht auf eigene Erfolge verweisen, sich selbst klein machen.

    Ich bin offensichtlich keine Psychologin, kann dir aber guten Gewissens mitgeben, dass es wichtig ist, stolz auf dich und deine Leistungen zu sein. Seine Erfolge zu feiern kann bedeuten im Freundeskreis zu sagen: „Ich habe das durchgezogen, obwohl es schwierig war und ich zwischendurch nicht an mich glaubte. Wie fantastisch ist das denn? Ich bin so erleichtert.“ Das ist nicht arrogant, das ist fabelhaft, offen und sympathisch.

  3. Schnelllebigkeit: Du hangelst dich so schnell von Stelle zu Stelle, bist gedanklich schon beim nächsten Förderantrag oder arbeitest bereits an deinem nächsten Buchprojekt, sodass der Moment der Abschlussverkündung oder die Veröffentlichung deines Buches schlichtweg untergeht. In der schnelllebigen Buchbranche und bei der kurzen Projekt- und Vertragsdauer in der Wissenschaft kann es sehr leicht passieren, dass du erst in der Retrospektive mitbekommst, was du geleistet hast.

Nimm diesen Beitrag gerne als Einladung, einmal innezuhalten. Denk darüber nach, was du alles schon gemacht und geleistet hast und wie wenig du dich dafür selbst gelobt hast. Klopf dir mal auf die Schulter.

Falls du im Endspurt deiner Abschluss- oder Doktorarbeit steckst und professionell begleitet werden möchtest, melde dich gerne bei mir. Ich unterstütze dich beim Dranbleiben und Fertigwerden. Und dann wird gefeiert.

Shafran, Roz, Zafra Cooper, und Christopher G. Fairburn. 2002. „Clinical Perfectionism: A Cognitive–Behavioural Analysis“. Behaviour Research and Therapy 40(7):773–91. doi:10.1016/S0005-7967(01)00059-6.

Spitzer, Nils. 2016. Perfektionismus und Seine Vielfältigen Psychischen Folgen: Ein Leitfaden Für Psychotherapie und Beratung. Psychotherapie: Praxis. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin / Heidelberg.

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Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #22: Such dir eine Komplizin.

In vielen Bereichen ist diese Art der Zusammenarbeit selbstverständlich. Es gibt Sprachtandems, um eine andere Sprache zu lernen. Es gibt Schreibgruppen, um deine Fortschritte im Schreibprozess zu reflektieren und sich gegenseitig aufzubauen und zu motivieren. Eine solche Komplizenschaft kann dir auch in den Bereichen Ordnung und Finanzen helfen.

Egal, was du endlich angehen oder in Ordnung bringen möchtest, es geht meistens besser im Team.

In vielen Bereichen ist diese Art der Zusammenarbeit selbstverständlich. Es gibt Sprachtandems, um eine andere Sprache zu lernen. Es gibt Schreibgruppen, um deine Fortschritte im Schreibprozess zu reflektieren und sich gegenseitig aufzubauen und zu motivieren. Eine solche Komplizenschaft kann dir auch in den Bereichen Ordnung und Finanzen helfen.

Egal, was du lernen oder erreichen möchtest, such dir eine Gleichgesinnte. Sprich über dein Vorhaben. Sprich über deine (Ordnungs-)Ziele. Mach extra Termine dafür aus. Nutze die Verbindlichkeit.

Wie sowas konkret aussehen könnte?

  • Wenn du deinen Kleiderschrank ausmisten möchtest, lade dafür eine Freundin ein. Allein dafür einen festen Termin zu haben, kann dabei helfen, es auch durchzuziehen.

  • Wenn du endlich einen Überblick über deine Finanzen bekommen und in deine finanzielle Bildung investieren möchtest, verabrede dich einmal im Monat mit einer Freundin, der es genauso geht. Besprecht vorher, was ihr bis zum nächsten Treffen gemacht, gelesen, gehört, gelernt, geschafft haben wollt. Das hilft beim Dranbleiben und wenn Fragen aufkommen, finden zwei eher eine Lösung als eine allein.

  • Wenn du deine Dokumentenablage in Ordnung bringen möchtest, lass dir dabei helfen. Vielleicht reicht allein die Anwesenheit einer anderen Person (Stichwort Body Doubling), vielleicht brauchst du das Vier-Augen-Prinzip, um den Überblick zu behalten, vielleicht ist ein Ordnungscoaching hier genau die richtige Entlastung für dich.

Falls du dir bei deinem Ordnungsprojekt eine professionelle Begleitung wünschst, melde dich gerne bei mir. Egal, was du dir vorgenommen hast, ich unterstütze dich gerne auf deinem Weg. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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Sina Zacharias Sina Zacharias

Blogbeitrag #21: Können wir bitte über KI-Abhängigkeit sprechen?

KI-Abhängigkeit kann entstehen, wenn KI nicht mehr mit einer gewissen Distanz als “Sparringspartner” genutzt wird, sondern die Nutzung mit wachsenden Unsicherheiten, Unselbstständigkeit und Ängsten einhergeht.

KI-Abhängigkeit ist nicht dasselbe wie KI-Sucht, aber ähnlich gruselig.

KI-Sucht beschreibt das Phänomen, wenn Menschen eine so tiefe emotionale Bindung zu ihren Chatbots entwickeln, dass diese quasi-sozialen Beziehungen die Teilnahme am realen Leben zunehmend erschweren. KI-Abhängigkeit kann entstehen, wenn KI nicht mehr mit einer gewissen Distanz als “Sparringspartner” genutzt wird, sondern die Nutzung mit wachsenden Unsicherheiten, Unselbstständigkeit und Ängsten einhergeht.

Was ich im Schreibcoaching zunehmend beobachte: Mir fällt auf, dass insbesondere junge Studierende, die für ihre Haus- und Seminararbeiten überwiegend KI-Tools genutzt haben, sehr unsicher sind, was ihr eigenes Schreiben angeht. Manche sind unsicher, ob ihre eigenen Gedanken und Schlussfolgerungen einen Wert haben und ob sie - ohne Einsatz von Large Language Models (LLMs) - wissenschaftlich genug schreiben können. Die KI wird auf ein Podest gestellt und das macht es schwierig.

Was Expert*innen dazu sagen: In der Frankfurter Rundschau (18.11.2025) beschreibt der Generationenforscher Dr. Rüdiger Maas vom Institut für Generationenforschung eine Abwärtsspirale: Je mehr Jugendliche KI nutzen, desto passiver und phlegmatischer würden sie. Da sich das Gehirn schnell merke, dass es sich nichts merken müsse*, entstünde eine Abhängigkeit. Dadurch nehme die Selbstbestimmung ab und verstärke sich die Angst vor einer KI-dominierten Arbeitswelt (Mayr 2025).

Erste Erkenntnisse aus der Wissenschaft: Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) von Kosmyna et al. (2025) untersuchte mittels Elektroenzephalografie (EEG) die Gehirnaktivitäten beim Anfertigen von Essays (ohne Hilfsmittel, mit Google, mit ChatGPT). Die KI-Gruppe zeigte die geringste Gehirnaktivität, verwendete immer weniger eigene Gedanken und Texte, konnte den Inhalt in Interviews nicht rekonstruieren und hatte anschließend große Schwierigkeiten, auf dieses “Hilfsmittel” zu verzichten (Kosmyna et al. 2025).

Ein Appell, an seine eigenen Fähigkeiten zu glauben: Ich weiß, es ist schwierig, etwas gegen KI zu sagen. Alle nutzen sie, alle finden sie gut. Und dennoch möchte ich dazu ermutigen, selbst zu schreiben, Dinge zu hinterfragen und skeptisch zu bleiben. Ja, KI ist gekommen, um zu bleiben. Und ja, es ist wichtig, KI-Tools zu kennen und zu wissen, was sie können (und was sie eben nicht können), aber lass dir bitte nicht einreden, dass du sie ständig nutzen musst, um mit der Zeit zu gehen. Vielleicht tut dir das gar nicht so gut. Bleib da ganz bei dir.

Wenn du dir eine Begleitung für deinen Schreibprozess wünschst oder ein konkretes Anliegen hast, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

*Einige dürften das noch aus der Einführung der Handys kennen. Sobald sich Gehirne keine Telefonnummern mehr merken mussten, wurden sich keine Telefonnummern mehr gemerkt. Wenn man das auf fast alle Lebensbereiche ausweitet, wird die Tragweite des Problems deutlich.

Kosmyna, Nataliya, Eugene Hauptmann, Ye Tong Yuan, Jessica Situ, Xian-Hao Liao, Ashly Vivian Beresnitzky, Iris Braunstein, und Pattie Maes. 2025. „Your Brain on ChatGPT: Accumulation of Cognitive Debt when Using an AI Assistant for Essay Writing Task“, https://doi.org/10.48550/arXiv.2506.08872 (Preprint, under review).

Mayr, Julian. 2025. „Wie KI die Gen Z in die Job-Krise treibt – Generationenforscher warnt vor gefährlicher Spirale“. Frankfurter Rundschau, 18.11.2025.

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