Blogbeitrag #3: Zehn Ordnungsziele, die du dir in diesem Jahr vornehmen könntest

„Schreibziele verstehe ich – aber was bitte sind Ordnungsziele?“

Im Grunde hat fast jede*r Dinge in seinem oder ihrem Leben, die er oder sie endlich angehen und in Ordnung bringen möchte. Das nenne ich Ordnungsziele: Endlich seinen Papierkram sortieren und ordentlich abheften, endlich einmal alle Kisten aus dem Keller oder Dachboden sichten und leerräumen oder endlich einmal die Massen an Fotos oder E-Mails sichten und löschen, sodass nur noch wichtige Informationen und schöne Erinnerungsfotos bleiben.

Wichtig ist hierbei nur, dass du dir – insbesondere am Anfang – nicht zu viel auf einmal vornimmst. Fang klein an, formulier ein realistisches Ordnungsziel, das du nächste Woche, nächsten Monat oder in diesem Jahr erreicht haben möchtest. Schreib es bitte auf; ja, mit Stift und Papier. Das hat nichts mit manifestieren oder Zauberei zu tun: Wenn du dein Ziel in Worte fasst und niederschreibst und es bestenfalls auch noch hin und wieder vor Augen hast, erhöht sich die Chance, dass du auch wirklich anfängst.

Hier kommen zehn Ordnungsziele, die du in diesem Jahr angehen (und erreichen) könntest:

  1. Nimm deine Finanzen in Angriff: Versuch doch mal, dir in diesem Jahr einen Überblick über deine Finanzen zu verschaffen. Führe ein Haushaltsbuch, hör einen Finanz-Podcast*, mach den ersten Schritt in Richtung Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder finanzielle Unabhängigkeit.

  2. Sortiere deinen Kleiderschrank aus: Du könntest dir vornehmen, am Ende des Jahres nur noch Kleidungsstücke in deinem Schrank zu haben, die dir passen, sich gut anfühlen und die du wirklich trägst.

  3. Fang an, Dinge zu reparieren: Wenn es dir schwerfällt, defekte Gegenstände wegzuschmeißen, weil du sie ja noch reparieren könntest, nimm dir in diesem Jahr vor, sie in kürzester Zeit wirklich zu reparieren (und wieder zu nutzen) – Du selbst, mit Hilfe von Freund*innen oder im Repair Café.

  4. Setz dir kürzere Lagerfristen für aussortierte Dinge: Du könntest dir vornehmen, in diesem Jahr aussortierten Kram innerhalb kurzer Zeit loszuwerden – egal ob du sie spendest, verkaufst oder entsorgst. Setz dir eine zeitliche Begrenzung, wie lange diese Kisten noch zuhause rumstehen dürfen und dann schaffe sie wirklich aus dem Haus. Mehr Raum für dich.

  5. Vertrau dich anderen an: Falls du in letzter Zeit häufig das Gefühl hattest, dass das Chaos in deinen vier Wänden überhandnimmt, versuch dich jemandem in deinem Familien- oder Freundeskreis anzuvertrauen. Vielleicht hilft es dir schon, dich mitzuteilen und zu hören, dass das anderen auch so geht. Allein darüber zu reden könnte ein Ziel sein.

  6. Versuch nicht gleich Neues zu kaufen: Wenn es dir bereits gelungen ist, auszusortieren und Platz zu schaffen, versuch gerne einmal für eine längere Zeit nichts Neues nachzukaufen. Genieße erstmal, Platz zu haben.

  7. Mach die letzten Umzugskartons leer: Du könntest dir vornehmen, in diesem Jahr die letzten Umzugskartons zu sichten und zu entscheiden, was davon noch wichtig ist (es gibt sie wirklich, diese Umzugskartons; lass die Dinge da raus, verabschiede dich, sie dürfen in den meisten Fällen weiterziehen und woanders tatsächlich genutzt werden).  

  8. Gib dein Zeug nicht an deine Liebsten weiter: Versuch in diesem Jahr gerne einmal, Dinge, die du aussortiert hast, nicht innerhalb deines Freundes- oder Familienkreises weiterzugeben. Ja, klar, wenn du komplett sicher bist, dass die besagte Person es gerne hätte oder braucht, dann ja. In vielen Fällen tust du der Person damit aber keinen Gefallen, insbesondere wenn sie selbst Schwierigkeiten hat, „nein“ zu sagen oder Dinge loszuwerden.

  9. Sortiere gerne die Unmengen an digitalen Daten aus: Das könnte bedeuten, in diesem Jahr verwackelte und ungesehene Urlaubsbilder auszusortieren, E-Mails zu löschen oder deine abgespeicherten Dateien in Ordnung zu bringen.

  10. Lass Unangenehmes ziehen: Wenn dir bestimmte Erinnerungsstücke kein gutes Gefühl geben, wie z. B. Freundebücher aus einer (nicht so glücklichen) Grundschulzeit, versuch sie in diesem Jahr gehen zu lassen. Das ist nicht leicht, könnte aber wohltuend und heilsam sein.

Falls es dir schwerfällt, das Thema Ordnung anzugehen und du dir Unterstützung dabei wünschst, melde dich gerne bei mir. Um den ersten Schritt zu tun, könntest du dich per E-Mail zu meinen Ordnungswochen anmelden, um einmal im Monat mit mir in den Austausch zu kommen, Ziele zu formulieren und dranzubleiben.

* Kleine Podcast-Empfehlung: https://howimetmymoney.de/ mit Lena Kronenbürger und Ingo Schröder - insbesondere alle Folgen, in denen die Psychologin Monika Müller zu Gast ist.

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