Blogbeitrag #39: Was schiefgehen kann, geht schief.
Oder: Warum du für eine Dissertation, einen eigenen Forschungsantrag oder ein Buchprojekt vor allem starke Nerven und viel Humor brauchst.
Ich erinnere mich noch gut an die intensive Schreibphase für meine Doktorarbeit.
Vier Sommermonate am Niederrhein, in denen ich fast nur geschrieben und formatiert und korrigiert habe. Sobald negative Gedanken kamen, ging ich ne Runde joggen (bei mir hilft Bewegung gegen Selbstzweifel). Im Feierabend waren Fahrradtouren, Beeren sammeln und Marmelade einkochen angesagt. Heute weiß ich, wie gut das alles für mein Nervensystem war – Natur genießen, gut essen, einkochen, lachen.
Denn natürlich ging alles Mögliche schief. Mein alter Laptop und meine Schreibsoftware waren keine zuverlässigen Partner und oft verdunkelte sich mein Bildschirm aus dem Nichts. Wenn ich also hier schreibe, dass du tägliche Back-ups machen solltest, meine ich das ernst. Am Schluss bitte sogar stündliche Back-ups, insbesondere bei Zeitdruck. Denn unter Stress und Zeitdruck passieren Fehler.
Zum Ende hin macht auch die Formatierung nochmal komplett, was sie will (bei mir hat es das Manuskript beim Umwandeln in PDF mehrfach zerschossen). Erwarte einfach Dramen aller Art: Was schief gehen kann, geht schief. Und es ist am Ende nur die Frage, wie gut du dich selbst beherrschen und davon abhalten kannst, deinen Laptop aus dem Fenster zu werfen.
Ich habe keine ultimativen Tipps, was dir hilft, nicht die Nerven zu verlieren, aber wenn du dir eine Begleitung auf den letzten Metern (oder auch Schreibcoaching ganz am Anfang) deiner Dissertation wünschst, melde dich gerne per E-Mail bei mir.
Ich freue mich auf dich und dein Projekt.