Blogbeitrag #40: Dinge, die du aussortieren darfst.

Dinge, die dir ein schlechtes Gewissen machen, darfst du ruhig aussortieren. Du brauchst dafür natürlich auch nicht meine „Erlaubnis“, aber vielleicht hilft dir dieser kleine Gedankenanstoß am Anfang.

Es folgen ein paar Beispiele, welche Teile gerne dein Zuhause verlassen dürfen:

  1. Geschenke, die dich nicht glücklich machen. Im Moment des Schenkens haben sie im Grunde ihren Zenit schon erreicht. Sinn eines jeden Geschenkes war es, Geschenk für einen bestimmten Anlass zu sein. Die schenkende Person hat es nett gemeint, aber du hast dich direkt nach dem Auspacken schon gefragt, was du damit bloß machen sollst? Wenn das Geschenk nicht zum Einsatz kommt oder dir in irgendeiner Weise sogar ein schlechtes Gefühl gibt, weil du es nicht magst, darf es weiterziehen und jemanden anders glücklich machen.

  2. Kleidung, die nicht mehr passt. Ja, ich höre das oft, dass die Kleidung ja irgendwann wieder passen wird. Und ja, vielleicht tut sie das wirklich, aber vielleicht hat sich dein Geschmack oder haben sich deine Prioritäten bis dahin auch geändert. Vielleicht trägst du dann nicht mehr gerne Jeans (egal in welcher Größe), sondern weiche Stoffe oder andere Farben? Ich würde dir empfehlen, nur emotional wichtige Kleidungsstücke in zu kleinen Größen aufzuheben – als Erinnerungsstücke – und nicht die komplette Garderobe in Größe 38. Das nimmt auch den Druck raus.  

  3. Bücher, die du nicht lesen möchtest. Ich meine hier ausdrücklich nicht Bücher, die du auf Vorrat kaufst, wie einen Schatz betrachtest und nach und nach lesen möchtest. Ich meine Bücher, die du gekauft hast, weil du dachtest, diese Fachbücher lesen oder dich in ein Thema einarbeiten zu sollen oder mal Shakespeare im Original gelesen haben zu müssen – nur sie machen dir keine Freude. Solche Bücher dürfen gehen und von jemandem anders gelesen werden.

  4. Fehl- und Impulskäufe aller Art. Falls du zu den Personen gehörst, die sich zu schnell für neue Dinge begeistern lassen, bist du nicht allein. Sehr vielen Menschen fällt es schwer, bei sowas nein zu sagen und sie gehen bei allen Trends mit – egal ob es der Ananasschäler in der Obstabteilung oder das neueste technische Gerät ist. Falls dir diese Dinge im Nachhinein keine Freude machen, dürfen sie weg. Ja, auch wenn sie teuer waren.

  5. Hobby-Zubehör aufgegebener Hobbys. Hier ist es egal, ob du sie gekauft hast, weil du in einem euphorischen Moment dachtest, du würdest mit Surfen anfangen (es aber nie dazu kam) oder ob es Hobbys und Sportarten sind, die du vor zwanzig Jahren gerne gemacht hast. Und das ist wirklich nicht leicht, sich von diesem Selbstbild zu verabschieden, dass du vielleicht nicht mehr die Person von früher bist oder diese „coole Person“ beim Wellenreiten nicht sein wirst, aber es ist auch eine Einladung, dich selbst anzunehmen, wie du bist.

Wenn es dir schwerfällt, dich von Dingen zu verabschieden, du aber umgeben bist von Dingen, die dir kein gutes Gefühl machen, melde dich gerne bei mir. Ich begleite dich auch online auf deinem Weg in ein Zuhause, in dem du dich wohlfühlst. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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