Blogbeitrag #20: Du musst nicht alles auf einmal in Ordnung bringen. Du musst gar nichts.

Ratgeber sind unrealistisch. Es gibt viele Ratgeber und Anleitungen, die dir erklären, wie du in sechs Wochen dein gesamtes Haus (und Leben) umkrempeln und alles alles in Ordnung bringen kannst. Nur: Das ist für die wenigsten Menschen, die sich mehr Ordnung wünschen, realistisch. Wenn du wirklich etwas verändern möchtest, fang bitte klein an und mach dir nicht noch zusätzlichen (Zeit-)Stress dabei - erst recht als pflegendes Elternteil.

Hier ein paar Gedanken dazu:

  1. Du musst nicht alle Räume auf einmal angehen: Beginne dort, wo du den größten Nutzen für dich rausholen kannst. Wenn dich der Papierkram am meisten stresst, beginne mit der Dokumentenablage. Wenn du dringend in deiner Wohnung einen Ort brauchst, der dir hilft, Energie zu tanken, kümmere dich nur exakt darum. Mach alle anderen Türen zu. Gehe Raum für Raum vor, entsprechend deinem Energielevel - egal wie lange du dafür brauchst.

  2. Du musst nicht alle Dokumente auf einmal scannen: Klar, wäre das fabelhaft, alles auf einmal zu digitalisieren. Aber realistisch ist es eben nicht. Guck, was du schaffen kannst. Mach zuerst Scans von den wichtigsten Dokumenten (von Ausweisen, Urkunden, Verträgen). Pflegenden Eltern hilft es, Scans von Arztberichten, MD-Gutachten, Bewilligungsbescheiden etc. zu haben (z. B. für den nächsten Antrag).

  3. Du musst nicht für alle Ordnung schaffen: Wenn möglich, kümmere dich in deinem Ordnungsprojekt wirklich erstmal nur um dich und deine Sachen. Es kann demotivierend sein, wenn nicht sofort alle Familienmitglieder begeistert mitmachen wollen. Kümmere dich nur um dich. Bring deinen Kleiderschrank, deine Dokumente und deine Erinnerungsstücke in Ordnung und beobachte, ob das andere Menschen um dich herum motiviert.

  4. Du musst nicht mit anderen mithalten: Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Vergleiche dein Zuhause und deine Ordnung oder Unordnung nicht permanent mit den (größtenteils geschönten) Einblicken, die du auf Instagram und anderen Plattformen präsentiert bekommst. Du musst nicht ordentlicher werden, solange du dich zurechtfindest und wohlfühlst. Dein Zuhause darf gemütlich sein, muss aber eben nicht von oben bis unten durchstrukturiert sein. Bleib da ganz bei dir.

  5. Du musst gar nichts: Ich freue mich, wenn ich dich motivieren kann, etwas anzugehen, was du schon lange erledigen wolltest. Ich biete Ordnungsberatung und Ordnungshilfe an und wenn einzelne Tipps dir helfen, ist das fantastisch. Aber ich bin die Letzte, die dir sagt, was du tun solltest oder müsstest. Du musst gar nichts.

Wenn du dir Unterstützung beim Ordnungschaffen oder Anfang finden wünschst, lies hier gerne mit oder melde dich bei mir.

Ich freue mich auf dich und dein Projekt.

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