Blogbeitrag #18: Dein Rohtext muss nicht druckreif sein.
Oder: Wenn du als Rohtext zusammenhängende Sätze zu Papier bringst, ist das schon gut.
Der Rohtext ist der erste Entwurf deines Textes. Nichts daran muss perfekt sein.
Hier kommen ein paar (hoffentlich entlastende) Hinweise, die dir helfen sollen, den Schreibprozess besser zu verstehen und deine Erwartungen an dich und deinen Rohtext etwas zu senken.
Nutze den Rohtext erstmal als Ideenspeicher: Entwickle für wissenschaftlichen Arbeiten, Blogartikel und Social Media-Beiträge erstmal eine gut durchdachte Gliederung. Unter die Überschriften deiner Kapitel und Unterkapitel, schreibst du deine ersten Ideen (ja, das darf umgangssprachlich sein, aber bitte in ganzen Sätzen): Welche Inhalte, welche Abbildungen und Tabellen und welche Quellen möchtest du in den jeweiligen Abschnitten aufführen?
Nutze deinen Rohtext, um ins Schreiben zu kommen: Arbeite jeden Tag an deinem Rohtext; es fühlt sich gut an, wenn dieses Dokument langsam Form annimmt und wächst. Schreibe Gedanken, die dir beim Lesen deiner Fachliteratur kommen, direkt in dein Dokument. Schreibe neue Impulse aus Gesprächen mit Lehrkräften oder Mitstudierenden direkt in dein Dokument. Schreibe alles, was du aus deiner eigenen Datenanalyse gelernt hast, direkt in dein Dokument. Schreibe jeden Tag.
Betrachte deinen Rohtext als Arbeitsmaterial: Das hörst du vielleicht nicht gerne, aber ein guter Text entsteht durch Überarbeitung. Deswegen ist es umso besser, wenn du dich beim Rohtext nicht zu lange mit schlau klingenden Formulierungen aufhältst. Es ist gut möglich, dass du die Gliederung im Verlauf umwirfst oder den Text um die Hälfte kürzt, weil du merkst, dass er noch nicht prägnant genug ist. Dein erster Entwurf wird sich im Verlauf verändern und das ist gut so.
Wenn du lernen möchtest, deinen Rohtext zu verbessern, bereite ich gerne eine passende Schreibcoaching-Session für dich vor. Melde dich gerne per E-Mail bei mir. Ich freue mich auf dich und dein Projekt.