Blogbeitrag #13: Es geht beim Ordnungschaffen nur darum, es dir leichter zu machen
Vorab: Wie ein ordentliches Zuhause am Ende aussieht, ist sehr individuell. Von ruhiger Optik mit geschlossenen Schränken bis hin zu offenen Regalen mit transparenten Boxen ist alles möglich. Manchen reicht es völlig, eine Schublade für Kabel zu haben, andere macht es glücklich, Dinge noch kleinteiliger in einheitliche Aufbewahrungsboxen mit Beschriftungen zu sortieren. Wichtiger als die Optik ist mir immer, dass das System zu dir und deinem Leben passt. Es sollte so einfach sein, dass du es in deinem vollen Alltag aufrechterhalten kannst. Warum eigentlich?
Für mich geht es beim Ordnungschaffen nur darum, dass du anschließend eine Grundstruktur hast, mit der du dich in deinen Unterlagen, deinem Kleiderschrank oder in deinem gesamten Haushalt besser zurechtfindest. Das kann den Alltag sehr erleichtern, Kosten einsparen, weniger Stress und mehr Zeit für dich bedeuten.
Hier ein paar Beispiele:
Wenn deine medizinischen Unterlagen gescannt und sinnvoll abgelegt sind, dann fällt es dir im Pflege-Alltag hoffentlich leichter, Widerspruch-Schreiben zu verfassen – an Krankenkasse, Versorgungsamt oder Medizinischen Dienst.
Wenn deine Abschluss- und Arbeitszeugnisse gut sortiert sind, dann bist du vielleicht motivierter und kannst schneller reagieren, wenn du eine interessante Stellenanzeige siehst, auf die du dich bewerben möchtest.
Wenn alles einen festen Platz hat, dann behältst du den Überblick über deinen Besitz und kaufst seltener aus Versehen Dinge, die du schon zuhause hast.
Wenn alles einen festen Platz hat, dann findest du Dinge leichter wieder. Das ist ein wichtiger Punkt, denn Dinge nicht wiederzufinden verursacht Stress und Kosten, wenn du etwas nachkaufen musst, weil du vergessen hast, dass du es bereits hast oder es nicht findest.
Wenn du deinen Besitz reduzierst und nur behältst, was dir gefällt, dann gelingt es dir vielleicht, die Dinge, die bleiben dürfen, mehr wertzuschätzen und in Zukunft weniger zu kaufen. Es könnte sein, dass du in Zukunft weniger, aber dafür bewusster kaufst. Es könnte sein, dass du dadurch Geld sparst und dich mit Finanzen beschäftigen möchtest. (Ja, auch das kann jede*r lernen und schaffen.)
Wenn alles einen festen Platz hat, dann kannst du in kürzester Zeit aufräumen. Das ist vielleicht der angenehmste Aspekt. Es muss absolut nicht immer aufgeräumt sein, aber zu wissen, dass 15 Minuten ausreichen würden, um alles wieder ordentlich zu haben, hat etwas sehr Beruhigendes.
Wenn du jederzeit in kürzester Zeit aufräumen kannst, dann fällt es dir vielleicht leichter, Gäste einzuladen oder spontanen Besuch überhaupt ins Haus zu lassen.
Wenn du weniger Zeit mit Aufräumen verbringen musst, hast du mehr Zeit, die du hoffentlich für dich nutzen kannst: Kurz durchatmen, endlich mal ein Buch lesen, deine nächste Weiterbildung planen, von der nächsten Reise träumen oder mal die Füße hochlegen.
Und klar, ein ordentliches Zuhause muss nicht immer aufgeräumt sein; es darf dort auch gelebt und gespielt und mal etwas liegen gelassen werden. Und klar, ein ordentliches Zuhause muss nicht minimalistisch sein; es darf auch bis unter die Decke voll mit Lieblingsstücken sein. Hauptsache du findest deine Sachen, fühlst dich seltener überfordert und bist handlungsfähig, insbesondere wenn Papierkram anfällt.
Als Ordnungsexpertin helfe ich dir dabei, Struktur in deine Dokumentenablage zu bekommen. Als Lektorin optimiere ich gerne deine Bewerbungsunterlagen und als pflegende Mutter unterstütze ich dich gerne bei Widerspruch-Schreiben aller Art. Melde dich für ein kostenfreies Erstgespräch und wir machen einen Plan, was dir den Alltag leichter machen würde.